Jubiläen, Denkmale und Gedenktafeln

Jubiläen sind dafür da, dass man sie begeht und hofft, dass sie nicht unvorhersehbaren Ereignissen zum Opfer fallen, wie so viele in diesen Corona-bestimmten Tagen. Jubiläen aufzuspüren fordert ein wenig Weitblick und so blicken wir bereits auf das Jahr 2023, in dem sich die Einweihung des von Richard Guhr geschaffenen Wagner-Denkmals im Liebethaler Grund zum 90. Male jährt. Dem soll mit einer Ausstellung in den Richard-Wagner-Stätten gedacht werden.

Betrachtet man die Bedeutung des Komponisten für die Entwicklung des Musiktheaters, die hohe Anerkennung, die Wagner in seiner späten Schaffensphase genossen hat, so sollte man meinen, dass es nach dessen Tod einen Wagner-Denkmal-Boom gegeben habe. Tatsächlich setzte schon sehr rasch die Diskussion um die Errichtung eines Denkmals für den Komponisten ein. So findet sich in der satirischen Zeitschrift „Kikeriki“ denn auch in der Märzausgabe von 1883 ein Wettaufruf, dass wohl binnen eines Jahres zehn Wagnerdenkmale errichtet sein würden. Diese Wette ging verloren. Das erste aufwändig gestaltete Wagnerdenkmal, von Heinrich Gustav Eberlein geschaffen, wurde erst 1903 in Berlin eingeweiht. Die Geister schieden sich bezüglich der Fragen, welches der geeignete Ort, welches die geeignete Form sei, ob es Würdigungen an verschiedenen Orten oder das eine Nationaldenkmal geben solle. Diverse Denkmal-Wettbewerbe so beispielsweise in Leipzig verliefen im Sand oder fielen den Verwerfungen infolge des I. Weltkriegs zum Opfer. Nicht besser erging es dem im Eigenauftrag entstandenen Denkmalentwurf von Richard Guhr für Dresden anlässlich des 100. Geburtstags des von ihm hochverehrten Komponisten. Durch den Künstler schon aufgegeben, gelang die Standortfindung und Aufstellung dank des Engagements seines Schülers Sizzo Stief im Jahr 1933 an einem authentischen Wagner-Ausflugsort an der Lochmühle im Liebethaler Grund.Richard-Wagner-Denkmal

Die Richard-Wagner-Stätten verfügen über umfangreiche Bildmaterialien, das Stadtarchiv Pirna über einen Bericht von Sizzo Stief zur Errichtung des Denkmals, die als Grundstock der geplanten Ausstellung dienen können. Vorgesehen ist auch ein Blick auf weitere Wagner-Denkmalprojekte und eine Übersicht an Wagner-Gedenktafeln, von denen es wesentlich mehr als Denkmale gibt. Sie befinden sich oft an Gebäuden oder Standorten, die in Zusammenhang mit Aufenthalten von Richard Wagner stehen. Viele sind bekannt, so u. a. die in Wiesbaden, Zürich, Paris, Venedig, Wien, Rom und Riga, aber auch in unserer näheren Umgebung beispielsweise auf dem Schreckenstein, an der Possendorfer Kirche sowie in Dresden am Friedrichstädter Krankenhaus und ganz neu seit April dieses Jahres auf der Bautzner Straße gegenüber Pfunds Molkerei. Es gibt auch „Kuriosa“ wie ein Bezeichnungsschild an einer Buche bei Magdala, wo Wagner auf seiner Flucht nach dem gescheiterten Maiaufstand von 1849 vorbeikam, oder auch die Wagnersteine in Oederan, dem Geburtsort der ersten Frau von Richard Wagner.

Für die Ausstellungsgestaltung bzw. für ergänzendes Informationsmaterial benötigen wir Bildmaterial und dazu am besten Ihr Engagement! Helfen Sie uns bitte mit Ihren Fotos zu Wagnerdenkmalen und -büsten sowie Wagnergedenktafeln im öffentlichen Raum, die wir in unserer Ausstellung zeigen dürfen.

Ansprechpartnerin: Katja Pinzer-Hennig
Ihre Fotos schicken Sie bitte an katja.pinzer-hennig@pirna.de.

Kontakt

Postanschrift

Kultur- und Tourismusgesellschaft Pirna mbH
Richard-Wagner-Stätten Graupa
Tschaikowskiplatz 7
01796 Pirna OT Graupa

Telefon: 03501 461 965-0
E-Mail: wagnerstaetten@pirna.de

Öffnungszeiten Jagdschloss Graupa

Do/Fr/Mo: 11 – 17 Uhr
Sa/So/feiertags: 10 – 17 Uhr

Öffnungszeiten Lohengrinhaus

Do/Fr/Mo: 12 – 17 Uhr
Sa/So/feiertags: 11 – 17 Uhr

oder nach telefonischer Vereinbarung.

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